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TraumaRegister DGU® : Treffen des Arbeitskreis TraumaRegister 2017 in Bensberg

05.07.2017

Am 19. und 20. Mai 2017 fand das 7. Jahrestreffen des Arbeitskreis TraumaRegister statt, welches nach mittlerweile alter Tradition in Bensberg bei Köln abgehalten wird. Der Arbeitskreis TraumaRegister ist aus der Sektion Notfall-, Intensivmedizin und Schwerverletztenversorgung (Sektion NIS) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hervorgegangen und befasst sich mit der Weiterentwicklung des TraumaRegister DGU®.

Wie bereits im Vorjahr, haben auch in 2016 knapp 640 Kliniken ihre Fälle in das Register eingegeben. Dabei nutzte ein Drittel der Kliniken – zumeist große Häuser - den ausführlichen Standardbogen, während die restlichen zwei Drittel den reduzierten QM-Bogen verwendeten. Es wurden über 40.000 Fälle dokumentiert. Da hiervon allerdings nicht alle „schwer“ verletzt waren, konnten für das sogenannte Basiskollektiv, welches ausschließlich die Schwerverletzten umfasst, lediglich 33.400 Patienten berücksichtigt werden.

Nächste Bogenrevision im Jahr 2020

Bis 2020 soll die nächste Bogenrevision abgeschlossen sein, so dass dann die neu überarbeiteten Bögen für die Eingabe zur Verfügung stehen.

Für den nächsten Jahresbericht des TraumaRegister DGU® wird der Abschnitt zu den Qualitätsindikatoren neu überarbeitet. Aus einer im Vorfeld vorgenommenen formalen Bewertung der aktuell genutzten Indikatoren resultierte, dass einige bisher verwendete Indikatoren künftig weggelassen (beispielsweise die Zeit bis zur Sonographie), dafür jedoch neue Indikatoren aufgenommen werden (wie die Kapnometrie bei Intubation). Die überarbeiteten Qualitätsindikatoren sollen auch in den Online-Jahresbericht einfließen.

Zur Unterstützung zweier wissenschaftlicher Arbeitsgemeinschaften, die sich mit den Themen „Verkehrsunfälle“ bzw. „Schockraumkriterien“ befassen, sollen für die notwendige Datenerfassung – zumindest zeitweise - zusätzliche Module im TraumaRegister DGU® zur Verfügung gestellt werden. Weiterhin ist eine Anpassung der momentan im Register verwendeten Kurzfassung des Abbreviated Injury Scale (AIS) aus 2005 an die umfassend überarbeitete AIS-Version 2015 vorgesehen.

Veröffentlichungen aus dem TraumaRegister DGU®

Die Zahl der Veröffentlichungen aus dem TraumaRegister DGU® lag in 2016 bei 30 Publikationen, was in etwa dem Schnitt der letzten Jahre entspricht. Die beantragten Auswertungen aus dem Register sind momentan rückläufig, was sich darauf zurückführen lässt, dass mittlerweile viele Themen abgearbeitet wurden. Da die Zahl der sich thematisch überschneidenden Anträge zunimmt, soll nun verstärkt auf die Einhaltung der entsprechend festgeschriebenen Fristen geachtet werden. Ebenso wird, um die Aktualität der Publikationen aus dem Register zu wahren, bei verspätetet erstellten Manuskripten die Neuberechnung der verwendeten Daten empfohlen. Die Regularien zur Veröffentlichung von Daten aus dem TraumaRegister DGU® sind in einer Publikationsrichtlinie festgeschrieben.

Mehr Lebensqualität im TraumaRegister DGU®

Die von der DGU ins Leben gerufene Task Force Polytrauma ist mit einem Pilotprojekt zur Erfassung von Lebensqualität im TraumaRegister DGU® befasst. Zurzeit werden an die Patienten von rund 10 Pilotkliniken Nachuntersuchungsbögen zur Erhebung der Lebensqualität versendet. Der erste Rücklauf wird in Kürze erwartet.